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Letztes Update:

05. Februar 2019

 

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Historie

Zur Geschichte des Vereins

 

Zu Beginn des 19. Jhdts. erkannte man wie in

so vielen Bereichen, dass auch in der Imkerei Fachwissen Voraussetzung für dauerhaften

Erfolg ist.

 

Die Gerichtsobrigkeit zu Friesach meldete 1811 noch 1.156 Bienenstöcke. Im Jahr 1819 waren es nur mehr 350. Am 05. August 1818 suchte Martin Wiesen, bürgerlicher Bäckermeister zu Friesach, beim Magistrat Klagenfurt um die Anwanderung

von 300 Bienenstöcken auf die Hadnblüte (Buchweizenblüte) an.

 

1843 meldete der Gauverein zu Friesach bereits wieder 1.400 ausgewinterte Bienenstöcke.

 

Durch eine Reihe von schlechten Jahren, kriegerische Ereignisse und das immer stärkere Aufkommen

des Zuckers in Form von Zuckerhut zu Süßzwecken, (Zuckerhut war früher Zucker in gepresster „Hutform“) dezimierte sich die Zahl der Bienenstöcke so sehr, dass sich die allerhöchsten Stellen in Wien zur Zahlung von Prämien für vorbildliche Imker entschlossen.

Immer wieder tauchten in diesen Prämienlisten, ab 1850, die Namen von Friesacher Bienenzüchter auf.

1895 wurde der Gauvorstand Johann Rauchwald in Friesach auf den jungen Volksschullehrer Emil Langhammer, der auch ein Imker war, aufmerksam. Er empfahl diesen jungen Mann der kaiserlich-königlichen Ackerbaugesellschaft zu Klagenfurt als einen der hervorragendsten Experten für dieses Gebiet. Tatsächlich wurde Langhammer von der Ackerbaugesellschaft beauftragt, einen Bienenzuchtverein im Raume Metnitztal/Friesach zu gründen. Er rief bereits im Herbst 1895 die Imker der Umgebung zu einem Gespräch und einen Vortrag zusammen. Anfang 1896 wurden die Statuten des Zweigvereines für Bienenzucht zu Friesach als ein Zweigverein des Zentralverbandes für Bienenzucht in Wien unterzeichnet und somit der Bienenzuchtverein Friesach gegründet. Erster Obmann war Emil Langhammer, ihm zur Seite stand Ernst Amberger. Auch Fritz Stromberger aus Oberhof, der bereits ein sehr bedeutender Bienenzüchter war, hat diesem Triumvirat angehört.

Der junge Verein ließ sehr bald von sich hören. Einige Monate später erschien im „Bienenvater“ bereits eine Anzeige: „Kärntner Hochtalbienen aus dem Metnitztal und aus dem Raum Friesach zu verkaufen“. Damit wollten der Obmann und sein Verein dem schändlichen Treiben der Händler aus Krain und der Schweiz, vor allem aber dem Metsieder ein Ende bereiten. Mit diesen Anzeigen konnten die Imker ihre Bienen zu einem wesentlich besseren Preis verkaufen und daher war auch der Gewinn wesentlich höher.

Noch im gleichen Jahr wurde vom 09. bis 11. August der „1. Kärntische Bienencursus zu Friesach“, mit Theodor Weippl als Vortragender, abgehalten.

Im Jahre 1897 war in Friesach ein Großereignis der „3. Kärntner Imker Tag“ und der „1. Kärntner Honigmarkt“ zu verzeichnen. Am 29. August trafen sich nicht nur die gesamte Imkerschaft Kärntens

und die ganze Prominenz der Ackerbaugesellschaft in Friesach, sondern viele tausende Besucher und Interessierte kamen in diese wunderschöne Stadt. Der Stadtplatz war ein einziges Schmuckkästchen mit Zelten, Verkaufsständen und Informationseinrichtungen. Den Besuchern wurde das Leben der Imker, das Arbeiten mit den Bienen sowie den dazu notwendigen Geräten eindrucksvoll präsentiert. Preise wurden verliehen und Honig in großen Mengen verkauft.

 

Wanderlehrer Langhammer beim Abtrommeln eines Bauernstockes

 

1900, im August, anlässlich der „45. Wasserversammlung“ deutscher, österreichischer und ungarischer Bienenwirte zu Klagenfurt, machten die Friesacher Bienenzüchter und ihr Verein wieder auf sich aufmerksam. Eine ganze Liste von Imkern könnte hier genannt werden, welche Preise und Ehrenpreise und vor allen Dingen auch Prämien und Medaillen für ihre Tätigkeit und ihre ausgestellten Produkte erhielten.

Obwohl Obmann Langhammer erster Wanderlehrer für Bienenzucht in Kärnten wurde, kümmerte er sich weiter rührend um seinen Verein. Bis zum ersten Weltkrieg verging kein Jahr in dem nicht immer wieder vom Bienenzuchtverein Friesach irgendwelche Neuigkeiten oder Aktionen bekannt wurden.

Nachdem Langhammer in den Vorstand des neugegründeten Landesverbandes für Bienenzucht in Kärnten gewählt wurde, hatte nun der Bienenzuchtverein Friesach, damals noch immer Zweigverein genannt, auch hier eine starke Position.

Die Kriegsjahre 1914-1918 und die folgenden Jahre der Not hatten vieles der wertvollen Aufbauarbeit zerstört. Es wurde aus dieser Zeit über so gut wie keine Aktivität des Vereines berichtet. Des Weiteren dezimierte sich die Völkerzahl stark.

Doch unmittelbar nach dem Kriege begann die Aufbauarbeit, wieder unter Oberlehrer Langhammer. Am 16. Juni 1923 erlitt der Bienenzuchtverein Friesach einen schweren Schlag. Gründungsobmann Oberlehrer Emil Langhammer erlag einem Herzanfall. Damit war dieser Verein verwaist.

Wieder wurde es still um den Verein und erst 1931 kam es zu einer neuerlichen Jahreshauptversammlung, bei der Alois Fritsch zum Obmann gewählt wurde. Es ging nun wieder bergauf mit dem Bienenzuchtverein Friesach und es kamen neue Mitglieder dazu.

 

Bei der Jahreshauptversammlung, am 24. Jänner 1932, wurde der alte Vorstand wiedergewählt,

und das Vereinsgebiet wesentlich erweitert. Wildbad Einöd, Dürnstein, Wiege, Guldendorf, St. Stefan

und St. Salvator wurden in den Verein eingegliedert. Neben Obmann Fritsch sind Namen wie Josef Mösler, Emmerich Genser, Josef Völkl, Alois Wolfger und Johann Krainer nunmehr als Funktionäre bekannt.

Bei der Jahreshauptversammlung 1933 traten zum Bienenzuchtverein Friesach sämtliche Mitglieder

des „Freien bienenwirtschaftlichen Verbandes“ bei.

Die Jahre 1935, 1936 und 1937 waren außergewöhnliche schlechte Jahre für die Bienenzucht. Einerseits wurde der Zucker zu spät geliefert, andererseits wurden Völker durch Melezitosetracht mit hartem Honig versehen und es wurde oft auf die Einfütterung für den Winter vergessen. Einzelne Gebiete meldeten fast 100 % Völkerverluste.

 

 

Bei der Jahreshauptversammlung, am 12. Jänner 1936, im Gasthof Höfferer in Friesach, wurde der Vereinsvorstand zwar erweitert, aber besondere Aktivitäten wurden nicht gesetzt. Die schweren wirtschaftlichen Zeiten, die Missernten der Vergangenheit machten die Imker verzagt und es wurden keine neuen Pläne geschmiedet. Die Jahreshauptversammlung am 24. Jänner 1937, führte zu einer Vorstandserweiterung und neue aktive Mitarbeiter wurden aufgenommen. Die Jahreshauptversammlung

am 16. Jänner 1938 sollte für viele Jahre die letzte sein. Wanderlehrer Huber hielt einen Vortrag über Königinnenzucht, es wurde beschlossen einen Baustein zu 100 Schillinge aus der Kasse zu zeichnen für die Errichtung eines Imkerheimes in Klagenfurt. Es kam zur letzten Neuwahl – der alte Vorstand wurde wiedergewählt.

 

Die Vereinsobmänner seit 1945

 

Mösslacher Jakob

 

Zheden Ignaz

Ressler Christian

Die Kriegsjahre 1938 bis 1945 brachten Schweigen über die imkerlichen Aktivitäten des Vereines. Am 26. Jänner 1941 verstarb Andreas Fritsch, jahrzehntelanger Obmann des Vereins und über mehrere Perioden im Landesvorstand tätig. Er war es, der während der Kriegsjahre jedem Einzelnen zur Seite stand, der Hilfe benötigte.

Die erste Jahreshauptversammlung nach dem Krieg wurde erst wieder am 01. Februar 1953, im Gasthaus Rauchenwald, gemeldet. Schriftführer Mössler erstattete für den erkrankten Obmann Bericht.

Der Vorstand wurde wiedergewählt.

Bemerkenswert war der ausführliche Trachtbericht aus diesem Jahr. Trotz Kälteperiode meldete man

eine gute Entwicklung. Infolge vieler Schwärme im Mai gab es im Juni durchwegs zwei bis drei Schleuderungen, hauptsächlich aus der Himbeerblüte. Im Juli und August gab es dafür

keine Tracht, die Standimker gingen leer aus.

 

Die Jahreshauptversammlung vom 7. Februar 1954 war außerordentlich gut besucht. Wanderlehrer Strametz war zugegen. Man berichtete auch von der schlechten Finanzlage des Vereines und stellte fest, dass der Mitgliedsbeitrag von öS 2,-- pro Person und Jahr zu wenig sei.

 

 

Am 27. Jänner 1957 gedachte der Verein bei seiner Jahreshauptversammlung dem verstorbenen Franz Neunteufel, wohl einem der bedeutendsten Imker Friesachs, Kärntens und sicher auch Österreichs.

Am 17. Juli 1957 starb 83-jährig Emmerich Genser, einer der wichtigsten Funktionäre. 1958 verstarb Gendarmerieinspektor i.R. Jakob Mösslacher, langjähriger Obmann des Bienenzuchtvereines Friesach,

der sich große Verdienste um diesen Verein erworben hatte.

1959 wurde laut Beschluss jeden 1. Sonntag im Monat von 10:00 bis 12:00 Uhr ein Sprechtag für Imkerfragen des Bienenzuchtvereins Friesach abgehalten. Obmann war Ignaz Zehden.

Erst im Jahre 1965 wurde wieder von einer Jahreshauptversammlung berichtet, die am 14. Februar im Gasthof Köppel stattgefunden hat. Der Obmann des Landesverbandes Dr. Prießnitzer war zugegen und hielt ein sehr eindrucksvolles Referat. Für den Bau der Imkerschule Pischeldorf wurde vom Verein ein Betrag von öS 1.700, -- gesammelt und dem Landesverband zur Verfügung gestellt.

1966 legte der damalige Obmann Herr Christan Ressler aus gesundheitlichen Gründen die Obmannstelle zurück. Es übernahm der damals 21-jährige Heinz Neunteufel diesen Posten und wurde dadurch zum jüngsten BZV-Obmann.

 

 

Heinz Neunteufel

 

1981 übernahm Karl Schrott die Führung des Vereines. Sein Anliegen war es, diesen zu stärken

(von 19 auf 35 Mitglieder) sowie Bienenzüchter zu schulen, damit es zu einem größeren Gedankenaustausch kam.

Eine neuerliche Krise erschütterte die Bienenzüchter durch den Befall der Varoa-Milbe. Taten mussten gesetzt werden und flächenmäßige Behandlungen durchgeführt werden, um eine Weiterverbreitung zu verhindern.

 

Mitglieder 1996

 

 

1998 übergab Karl Schrott die Führung des Vereins an Adolf Dörflinger. Er führte zweimonatige Treffen (Stammtisch) der Bienenzüchter ein, bei denen Schulungen und Fachvorträge (Lichtbilder) im Mittelpunkt standen. In seiner Ära entsprangen dem Verein mehrere FacharbeiterInnen (2005 Franz Schabernig, 2014 Brigitte Kirchner sowie 2015 Doris und Erich Gebeneter), Wanderlehrer (1996 Ortwin Lamprecht,

1998 Adolf Dörflinger sowie Rudolf Kernmayer) und ImkermeisterInnen (1998 Ortwin Lamprecht und 2008 Gertrude Petritsch). Probleme mit der Reinrassigkeit der Carnica führten dazu vermehrt Wert auf Züchtung (Reinzucht) der selbigen zu legen. Unter der Führung von Adolf Dörfliger entstand 1995 eine eigene Zuchtgruppe, zu deren Mitgliedern Paul Petritsch, Rudolf Kernmayer, Franz Schabernig, Ortwin Lamprecht, Fritz Eder sowie er selbst zählte. Daraus entwickelten sich 4 Zuchtbetriebe (Ortwin Lamprecht, Franz Schabernig, Rudolf Kernmayer und Walter Selinger), die nach den Vorgaben der ACA (Austrian Carnica Association) dafür sorgen, dass der Bestand der Carnica erhalten bleibt. Auch begannen einige Mitglieder (Brigitte Kirchner, Florian Bergner und Manfred Sackl) mit der Umstellung auf Bioimkerei und weitere werden in Zukunft noch folgen. Futtermittel konnte nun zentral eingekauft werden. Dies führte zu preislichen Vorteilen für die Mitglieder.
2014 wurde das Wachsstuben Cafe in Friesach zum Stammlokal des Vereins erkoren. Deren Betreiber, die Familie Marx sorgt für eine gemütliche Atmosphäre in mittelalterlichem Ambiente,  sowie für eine herzliche Gestaltung zum Thema Biene im Vereinslokal. In Ihrer Museums „Werkstatt“ wird das Thema Biene, Wachszieher und Lebzelter den Besuchern lebendig näher gebracht.

Am 31.01.2016 wurde Manfred Sackl zum Obmann des Bienenzuchtvereins Friesach und Umgebung gewählt. Er selbst ist seit einigen Jahren begeisterter Jungimker und er führt den Verein in die „elektronische“ Zukunft mit der ersten Homepage in der Vereinsgeschichte und einem eigenen Logo. Der neue Obmann legt sehr viel Wert auf Weiterbildung und Informationsaustausch im Rahmen der Imkerstammtische und hält auch weiterhin am Erhalt und der Förderung der Carnica-Biene fest. Er leitet den Verein mit viel Freude und Motivation in eine bienenreiche Zukunft. Für die Gestaltung dieser Zukunft sind alle Menschen in Friesach und Umgebung herzlich vom Manfred eingeladen mitzuwirken.

 

Der Vorstand 2016

 

Manfred Sackl, Thomas Schwarzenbacher, Johann Schönfelder, Doris Gebeneter, Ortwin Lamprecht, Johann Pauer <> Bgm. Josef Kronlechner, Erich Gebeneter, Brigitte Kirchner, Thomas Leitner, Rudolf Kernmayer, Adolf Dörflinger, Maria Lamprecht, Franz Schabernig
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